Ballonsport und der Adel
Ein Flug mit dem Heißluftballon ist schon eine feine Sache, aber der erste Flug, die ist etwas ganz besonderes.
Beim ersten Flug mit einem Heißluftballon hat man nicht nur eine blendende Aussicht auf die Umgebung, manche sagen sogar, der Logenplatz am Himmel, sondern hier hat man wirklich einmal eine der wenigen Möglichkeiten wirklich zu fliegen und dabei die vorbeiziehende Luft zu spüren und alles Hautnah mit zu erleben.
Tja, wer sich jetzt noch nicht über Ballon fliegen gewundert hat, der wird das spätestens nach seiner ersten Ballon Fahrt machen, ja richtig, es heißt Ballon fahren.
Da im 18. Jahrhundert von König Ludwig XVI. selbst verkündet wurde, dass sich kein gewöhnlicher über den Adel erheben dürfe, ist auch heute noch die Erhebung in den Adel nach der ersten Ballonfahrt Tradition.
Bei dieser Verleihung bekommt man außerdem das Recht Zins und Zehnt (sozusagen der Sofortkredit der Normalsterblichen) auf dem überfahrenen Land einzutreiben und es soll fortan ihm gehören. Natürlich nur in entsprechender Höhe, also Fahrthöhe.
Da der Adel ja bekanntlich Rechte und Pflichten hat, darf er seinen neu verliehenen Adelstitel nie mehr vergessen (Strafe = eine Flasche Sekt ausgeben) und er darf auch nie mehr Ballon fliegen oder davon erzählen mit dem Ballon geflogen zu sein.
Man sieht schon, dass die Erhebung in den Adelsstand eher traditionell humoristisch gemeint ist.
Aber etwas Besonderes ist ein Name wie Kurgraf Kurt von lichtem Haar zum reinlichen Rheinland
oder Liselotte Laura die liebliche Laienliedersängerin der güldenen Leier zu Laberweinting
schon, oder nicht?