Heißluftballon selber bauen

Wie schon die anfängliche Skepsis des Königs Ludwig XVI. zeigte, so sind diese Anleitungen keine Anweisungen für den Bau eines voll funktionsfähigen und Personen befördernden Heißluftballons, sondern man kann sich hiermit einfach mal das Gefühl für Heißluftballons und deren Funktionsweise erschließen.
Ein Heißluftballon war schon in den Anfängen nach den Vorstellungen der Brüder Montgolfier eine leichte Hülle welche ein Gas einfangen sollte das leichter als Luft ist. Für Hobby Bastler ist deshalb das Material der Wahl Seidenpapier oder dünne Kunststofffolien, da bereits die ganz normale Zeitung für ein solches Projekt zu schwer ist.
Im Internet kann man sich viele gute Vorlagen für Schnittmuster besorgen, oder man geht selbst kreativ ans Werk und kreiert seinen ganz persönlichen Heißluftballon.
Zu beachten ist dabei die Wahl des „Antriebs“. Da es hier zwei verschiedene Möglichkeiten gibt erkläre ich kurz die wichtigsten Merkmale.
Betrieb eines Heißluftballons mit einem Brenner:
Bei einem Heißluftballon der mit einem brennenden Material betrieben wird ist darauf zu achten, dass der Ballon auf keinen Fall mit der Flamme in Kontakt kommen kann, da sich die Ballonfahrt sonst als recht kurzes Vergnügen entpuppen würde. Als Brennmaterialien eignet sich trockener Grillanzünder oder in Spiritus getränkte Watte. Hierbei ist auf die Verpuffung zu achten und ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass hier Erwachsene vor Ort sein sollten um das Ganze zu überwachen.
Betrieb eines Heißluftballons mit Farbe:
Klingt Anfangs etwas komisch, aber jeder kennt das Phänomen, dass ein schwarzes T-Shirt in der Sonne unangenehm heiß wird wohingegen ein weißes T-Shirt erträglich bleibt. Dies liegt daran, das Schwarz die Wärme schlechter reflektieren kann und es sich somit schneller aufheizt. Ein Ballon, komplett aus einem schwarzen Material (Folie) gefertigt würde dafür sorgen, dass die Sonne die Außenhaut und damit die Luft im Inneren des Ballons erwärmt. Dadurch erfährt der Ballon wie bei einer Beheizung durch einen Brenner den nötigen Auftrieb.
Beachtet dabei, dass ab einem Gewicht von mehr als einem halben Kilogramm für euren Ballon ernsthafte Folgen entstehen könnten, da man diese nicht ohne Genehmigung aufsteigen lassen darf.

Grundlegende Rahmenbedingung für das Aufsteigen lassen von Modellballonen sind die Paragraphen § 16 und § 16a der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO). Dort heißt es:
“§ 16 Aufstiege von Ballonen, Drachen, Flugmodellen und Flugkörpern mit Eigenantrieb, Starts und Landungen von Hängegleitern und Gleitsegeln. Außenlandungen mit Sprungfallschirmen
(2) Fesselballone dürfen nur mit Erlaubnis der örtlich zuständigen Luftfahrtbehörde des Landes aufgelassen werden. [...]
§ 16a Besondere Benutzung des kontrollierten Luftraums
(1) Bei Inanspruchnahme des kontrollierten Luftraums ist von der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle eine Flugverkehrskontrollfreigabe einzuholen für
3. Aufstiege von unbemannten Freiballonen mit einer Gesamtmasse von Ballonhülle und Ballast von mehr als 0.5 kg sowie Aufstiege von gebündelten unbemannten Freiballonen und Massenaufstiege von unbemannten Freiballonen.”