Wie steuert man einen Heißluftballon?
Das Problem bei der Ballon Fahrerei ist nicht etwa den Ballon nach Oben zu bekommen oder nach Ende der Fahrt wieder zu landen, sonder einfach mal dort hin zu fliegen wohin man möchte, dass stellt das Problem dar.
Nach Oben gelangt der Heißluftballon durch Erhitzen der Luftmasse innerhalb des Ballons oder durch abwerfen von Ballast. Nach Unten gelangt der Heißluftballon durch Abkühlen der Luftmassen innerhalb des Ballons. Dies erreicht man sowohl durch Reduzierung der Wärmezufuhr, sprich den Brenner niedriger einstellen oder dadurch, dass man die warme Luft oben aus dem Ballon entweichen lässt.
Gut, dass Auf und Ab hätten wir schon einmal geklärt, aber wie gelangt der Fahrer nun nach Norden, Süden, Osten, Westen? Um diese Frage zu beantworten muss man sich mit den Winden beschäftigen und dem Phänomen, das Luft, ähnlich wie ein Meer, in unterschiedlichen Höhen / Tiefen in unterschiedliche Richtungen strömt. Ähnlich wie der Golfstrom existieren auch Gebiete in denen sich die Winde vorhersehbar verhalten. Ein Beispiel hierfür wären die Passat Winde.
Insgesamt gibt es viele lokale und regionale Windsysteme wie den Eifel-Föhn, den Böhmischen Wind oder Albtalwind.
Das Handwerk eines Ballonfahrers besteht darin, sich mit den Winden auszukennen und sie zu seinen Gunsten auszunutzen.
Bei manchen Wettbewerben wird gerade dieses Phänomen der unterschiedlichen Windrichtungen in unterschiedlichen Höhenlagen ausgenutzt. Das Minimum Distance Event beispielsweise zielt darauf ab, zwischen den Höhenlagen zu wechseln um am Ende wieder am Anfang anzukommen. Um sich hier zurecht zu finden hat jeder Fahrer Höhenmessgeräte und Luftkarten parat und im Notfall muss man eben landen und sich mit dem Auto abholen lassen.